Der mit dem Wolf tanzt

Bewertung:  / 3
SchwachSuper 

 

Titel : Der mit dem Wolf tanzt

 Jahr : 1990

Genre : Western

Darsteller : Kevin Costner, Mary McDonnell, Graham Greene, Rodney A. Grant,
Floyd Westerman, Tantoo Cardinal, Robert Pastorelli. Charles Rocket,
Maury Chaykin, Wes Studi, Kirk Baltz

Anzahl DVD´s : 1 , Langfassung 2

Spielzeit : 181 / 236 Minuten

FSK : 12

Einer der wenigen Indianerfilme, der das Leben der Indianer und das Zusammentreffen mit den Weißen so schildert, wie es höchstwahrscheinlich stattfand.

Inhalt:

Um den „Wilden Westen" kennenzulernen läßt sich Leutnant Dunbar auf einen einsamen Außenposten im Indianergebiet versetzen. Er findet diesen verlassen und heruntergekommen vor, bleibt aber dort und räumt erst einmal auf. Ein einzelner Wolf streicht abends um sein Lager, er gibt ihm zu fressen und nach und nach gewöhnen sich die zwei aneinander.
Ganz ähnlich verhält es sich auch mit seinem Verhältnis zu den Indianern:
Bei den ersten Begegnungen herrscht Mißtrauen und Unverständnis, zumal sie keine gemeinsame Sprache sprechen. Als aber Dunbar einer bei den Indianern lebenden weißen Frau das Leben rettet, wächst das gegenseitige Vertrauen . Mit Hilfe dieser Frau kann nun auch eine sprachliche Verständigung stattfinden, und Dunbar hält sich schon öfter im Lager der Indianer als in seiner Stellung auf.
Bei einer Büffeljagd rettet er einem Indianer das Leben und erhält einen eigenen Namen: „Der mit dem Wolf tanzt". Und bei einer kriegerischen Auseinandersetzung mit einem benachbarten Indianerstamm rettet er „sein" Dorf dadurch, daß er ihnen die Gewehre der Soldaten, die in dem Außenposten gelagert sind, übergibt. Als er die weiße Frau nach Indianersitte heiratet, wird er entgültig als Indianer akzeptiert und fühlt sich auch so.

Aber die Soldaten kommen zurück und verhaften ihn als Verräter. Bei seiner Befreiung durch die Indianer tötet er auch Weiße. Ihm ist klar, daß mehr Soldaten kommen und ihn jagen werden, wodurch er das Dorf gefährden würde. Deshalb verläßt er sein Dorf mit seiner Frau.

Kritik:

Es ist ja bekannt, daß die Indianer von den Weißen ausgerottet wurden. Darüber hinaus wurden sie aber auch in den meisten Westernfilmen als primitiv, tierisch und oft betrunken dargestellt.
Ganz anders bei Kevin Costner:
Er liefert keinen Streifen mit der totalen Aktion, sondern zeigt mit ruhiger Kameraführung und vielen wunderbaren Landschaftsaufnahmen im Verein mit den darin lebenden Indianern dem Zuschauer eine so ganz andere, ruhigere, mehr der Natur angepasste vielleicht schönere Welt. Beim Betrachten kann sich der Zuschauer entspannen und für ein paar Stunden vom naturnahen Leben träumen.
Außerdem bemüht sich Costner, das Leben der Indianer möglichst authentisch darzustellen.
Doris Leader Charge übersetzte die Dialoge der Indianer ins Lakota , schulte die Darsteller und spielte die Frau des Häuptlings „Zehn Bären".
Und mehr:
Dieser Film kann Dich ein wenig nachdenklich stimmen, wohl auch wegen der Vernichtung eines Stammes der Menschen. Besonders aber wegen der Vergleichsmöglichkeit mit Deinem eigenen Leben: Lebst Du diesen Respekt vor Rohstoffen ? Verschwendest Du nichts, was verwendbar ist?

Der Streifen bietet somit nicht nur beste Unterhaltung, sondern transportiert auch eine Botschaft.
Deshalb hat er die sieben Oskars verdient, die er gewonnen hat !

dvd38